History of Rock`n`Roll
Die Wurzeln des Rock n Roll liegen in der afroamerikanischen Musik. Dort entstanden in Anlehnung an die afrikanische Tradition sogenannte "Worksongs" und "Field Hollers". Dazu gesellten sich der Steptanz und die Gospelgesänge der Schwarzen Gläubigen. Vereint mündete diese Mischung in den Blues. Daraus formten sich der "Charlston", der "Collegiate" und der "Breakaway" alles Gesellschafts-Tänze der 20er Jahre.

Der "Charleston" zeigte verschiedene Figuren des späteren "Lindy Hop". Der "Collegiate" verfügte bereits über die typische 8er-Takt-Fusstechnik. Alle diese Fragmente ermöglichten eine kreative Entwicklung dieser Tänze, insbesondere der Improvisation neuer Fusstechniken.

1927 war es dann soweit, der "Lindy Hop" wurde geboren, als einfache Antwort auf eine einfache Frage: Als Reporter den ungekrönten König des undefinierbaren, vermischten Tanzes, Shorty Snowden, den besten Tänzer auf einer Veranstaltung in Manhatten nach der Bezeichnung seines "verückten Tanzes fragten, antwortete dieser trocken und selbstbewusst "The Lindy"; wohlwissend, sich mit dieser Bezeichnung Gehör verschaffen zu können. Nicht umsonst war es das Jahr, in dem Charles Lindbergh der erste Atlantik-Flug gelang! Snowden weiter, "I feel like Lindbergh, so zu tanzen ist etwa dasselbe wie fliegen. Der Lindy Hop wurde im 4/4-Takt getanzt resp. gehüpft. Daraus nun wieder entwickelte sich der "Jitterbug" als eigentlicher und direkter Vorgänger des Rock'n Roll der 50er Jahre, der auch als "Boogie-Woogie" oder "Jive" bekannt geworden ist.

Die Swing-Aera wurde 1935 eingeleitet, u.a durch die Popularität des Benny Goodmann Orchesters. Sie hielt sich jedoch nicht lange; grösstenteils auch wegen der wirtschaftlichen Unmöglichkeit, eine Big Band über die Runden zu bringen. "Swing" ist die Bezeichnung jener Musik-Aera, in der sowohl "Jitterbug", "Lindy Hop", "Westcoast-Swing", als auch "Shag", "Big Apple" oder "Shim Sham" getanzt wurde.

Einmal mehr zeigte sich, dass alle heute mehr oder minder bekannten Musik und Tanzkünste aus dem Schoss afroamerikanischer Musik geboren wurde. Was aber den Rock n Roll als solchen betrifft, so war "Rock`n'Roll" eine Bezeichnung für die Vereinigung zweier im einzelnen recht unterschiedlicher Formen von Musik (und Tanz): amerikanischer weisser Conntry & Western (Folk) einerseits, und schwarzer Rhythem'n'Blues andererseits.

Durch die damals vorherrschende Rassentrennung in den Schulen und in der Armee, konnte sich der Rock'n'Roll bis 1954 weder kommerziell noch kulturell bei den Weissen durchsetzen. Dann, so erzählt die Legende, prägte der weisse Radio-Discjockey Alan Freed den Begriff "Rock'n'Roll", eine Bezeichnung der damaligen Umgangssprache, die rhythmische Bewegungsvorgänge beschrieb. Chuck Berry, Fats Domino und Little Richard wurden denn auch von den weissen Jugendlichen angenommen und gefeiert. Bill Haley und Freddy Bell schafften den entgültigen Durchbruch: Damit war der Weg frei nach Europa.

Fazit: Als Elvis Presley populär wurde, tanzte man den Rock'n'Roll in seiner Urform als "Jitterbug" und "Lindy Hop" bei den Schwarzen bereits seit über zwanzig Jahren.